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Die Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen wurde im Rahmen des Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates 1950 in Marburg als „Historisch-Landeskundliche Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen“ gegründet. Ihre Wurzeln reichen bis zur 1885 ins Leben gerufenen „Historischen Gesellschaft für die Provinz Posen“ zurück.

Seit 1993 ist sie ein selbständiger eingetragener Verein mit rund 70 Mitgliedern in Deutschland, Österreich, Polen, der Schweiz, Großbritannien und den USA. Sie versteht sich einerseits als landeskundliche Historische Kommission für das Gebiet der preußischen Provinz Großherzogtum Posen (Wielkie Księstwo Poznańskie, im Wesentlichen die polnische Region Wielkopolska). Andererseits ist ihre Arbeit der Geschichte der deutschen Minderheit in Polen (1918–1939) sowie deren Vor- und Nachgeschichte gewidmet.

Aktuelle Mitteilungen

Arthur-Kronthal-Preis und Mitgliederversammlung 2026

Die Verleihung des Arthur-Kronthal-Preises und die Vollversammlung der Mitglieder finden im Rahmen der Jahrestagung der Kommission in Warschau am 18. September 2026 statt.


Jahrestagung 2026 in Warschau

Die nächste Jahrestagung wird vom 17.–19. September dieses Jahres in Warschau stattfinden. Veranstaltungsort ist das dortige Deutsche Historische Institut, dessen Kooperationspartner die Kommission bei der Tagungsausrichtung sein wird. Thema sind die Frauenbewegungen in allen drei Teilungsgebieten Polen-Litauens, der Titel lautet: Divided in Partitions, United in Demands? Women’s Movements in the Habsburg, Prussian and Russian Partition Areas in the 19th and 20th Centuries. Tagungssprachen werden Polnisch und Englisch sein. Das vorläufige Programm hier.


Stolperstein für Edith Sophie Caro

Am 15. April 2026 wurde vor der Düsseldorfer Str. 65 in Berlin-Wilmersdorf ein von der Kommission gespendeter Stolperstein verlegt für die 1943 in Auschwitz ermordete Tochter des in Gnesen geborenen und zuletzt in Breslau lehrenden Historikers Jakob Caro, der sich um die deutschsprachige Geschichtsschreibung Polens große Verdienste erworben hat. Hier zur Bekanntmachung durch das Bezirksamt.


Band 11 die Publikationsreihe Polono-Germanica erschienen

Erstmals wird in diesem Band die Beziehungsgeschichte von Deutschen „unterschiedlicher Kategorien“ in Krakau und im deutsch besetzten Südpolen während des Zweiten Weltkriegs untersucht. Ins Generalgouvernement gekommene Reichsdeutsche trafen auf Ortsansässige deutscher Volkszugehörigkeit, die als „Volksdeutsche“ Kennkarten erhielten und damit als Deutsche „zweiter Klasse“ eingestuft wurden. Wie alle deutschen Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder sollten sie im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie indoktriniert werden, um in die NS-„Volksgemeinschaft“ aufgenommen werden zu können.
Informationen des VerlagsInformationen zur Reihe


Historische Fotodokumentation zu Kunstdenkmälern in Warschau und Mittelpolen erschienen

Nach über hundert Jahren der Bearbeitung präsentiert die Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen in Zusammenarbeit mit der Martin-Opitz-Bibliothek Herne die zweibändige Studie Kunstdenkmäler in Warschau und Mittelpolen. Fotografien und Beschreibungen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Das Manuskript mit Fotografien von Eugen Weschke und deren kunsthistorischer Beschreibung durch Julius Kohte wurde von dessen Nachfahren Wolfgang, Hartwig und Eva Kohte erheblich erweitert und ediert. Text- und Bildband sind ab sofort bestellbar.
Die Kommission bietet eine kommentierende Einleitung und Open-Access online.


Gesamtimhaltsverzeichnis zu Zeitschriften der Vorgängerorganisationen der Kommission

Foto Cl. Junghänel, Herder-I. Marburg

Unter Publikationen gibt es ab sofor ein durchsuchbares tabellarisches Inhaltsverzeichnis der Zeitschriften, die von den verschiedenen für die Geschichte der Kommission bedeutsamen früheren Gesellschaften herausgegeben wurden, mit Verlinkung der online zugänglichen Bände.


Hinweis auf Open Access Zugang

Der Anton Hiersemann Verlag bietet seit kurzem zum von Michael Müller herausgegebenen Handbuch Polen in der europäischen Geschichte für die bisher erschienen Bände einen freien Zugang per Open Access an. Hier die Links zu Band 2 (Frühe Neuzeit) und zu Band 3 (19. Jahrundert.


Aktuell

17.–19. September 2026
Jahrestagung in Warschau zu Frauenbewegungen in allen drei Teilungsgebieten Polens im 19. und 20. Jahrhundert in Zusammenarbeit mit dem DHI Warschau sowie der Universität Wien und der Universität Warschau (englischsprachig) – vorläufiges Programm

18. September 2026 in Warschau

im Rahmen der Jahrestagung Verleihung des diesjährigen Arthur-Kronthal-Preises und Vollversammlung der Kommissionsmitglieder

Stolperstein für Edith Sophie Caro,
Tochter des Historikers Jakob Caro, gespendet von der Kommission in Berlin-Wilmersdorf verlegt

Gedruckt und Open-Access online
Text- und Bildband Kunstdenkmäler in Warschau und Mittelpolen. Nähere Informationen und Download (mit korriegierter Fassung des Textbandes)

Polono-Germanica Bd. 11
Deutsche im Distrikt Krakau 1939–1945 von Isabel Röskau-Rydel
Informationen des Verlags – zur Reihe

Open-Access
zu mehrsprachigem Themenheft der revue d’Allemande über das deutsche kulturelle Erbe in Straßburg und Posen von 2024: De l’Empire allemand à l’Europe

Gesamtinhaltsverzeichnis
zu den Zeitschriften der Historischen Gesellschaft für Posen veröffentlicht

Neuerscheinungen
Sammelbände zur Geschichte Krakaus und zur Kultur Krakaus
Anthologien zur multikulturellen Literaturgeschichte von Lodz
Monographie zur Stadtgeschichte von Lodz

Open-Access
zum Handbuch Polen in der europäischen Geschichte, Bd. 2: Frühe Neuzeit und Bd. 3: Teilungszeit

Neueste Publikation

Deutsche im Distrikt Krakau 1939–1945

Minderheit, Volksgemeinschaft, Besatzer

von Isabel Röskau-Rydel

Polono-Germanica 11
533 S., zahl. Abb.
ISBN 978-3-944870-67-0
58,00 €
Link zum Verlag